Dein Guter Ruf

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Das kleine Surf Einmaleins


  • Zum Pflichtprogramm gehört eine regelmäßige Suche im Netz zum eigenen Namen, Vornamen und ggf. noch weiterer individueller Merkmale. Nur so entdecken Sie, wenn Sie unachtsam mit Daten umgegangen sind oder Dritte etwas über Sie im Netz veröffentlicht haben.

  • Oberste Regel: Seien Sie generell sparsam mit Ihren Daten im Netz! Egal wo es darum geht Daten einzugeben, informieren Sie sich immer vorher über die Datenschutzbestimmungen und AGB. Prüfen Sie, welche Daten ggf. über Suchmaschinen auffindbar sind und ob es eine Option gibt, dies zu verhindern. Bedenken Sie immer, über Daten die Sie eingeben, haben Sie keinen Einfluss mehr.

  • Verwenden Sie nur dann Ihren echten Namen, wenn es unbedingt erforderlich ist. Wenn es um berufliche Belange geht, sollte allerdings immer der richtige Name eingesetzt werden. Alles andere wird als unprofessionell und unseriös gewertet.

  • Legen Sie sich mehrere E-Mail Adressen für unterschiedliche Zwecke an. Verwenden Sie dort, wo Sie anonym bleiben möchten, eine Mailadresse, die nicht auf die eigene Identität schließen lässt (z.B. hawaii@xy.de ).

  • Prüfen Sie vor einer Registrierung in einem Netzwerk oder Community kritisch welchen Schutz, Moderation und Beratung der Webseitenbetreiber seinen Mitgliedern anbietet und was aus kommerzieller Sicht mit Ihren Daten passiert.

  • Sind Sie privat in Blogs, Foren, Communities unterwegs verwenden Sie immer ein Pseudonym, dass nicht den eigenen Namen enthält. Halten Sie das Pseudonym geheim. Dann laufen Sie nicht Gefahr „enttarnt“ zu werden.

  • Ausnahme: zum gezielten Aufbau Ihrer beruflichen Reputation im Netz, sollten Sie in geeigneten, fachbezogenen Foren, Blogs, etc. mit Ihrem richtigen Namen agieren.

  • Sind Sie in einem privaten Netzwerk Mitglied informieren Sie sich vorab über die angebotenen Sicherheitseinstellungen und Privatisierungsoptionen. Diese finden Sie in der Datenschutzerklärung und AGB. Auch unter Fragen & Antworten erfährt man häufig noch Wissenswertes zum Schutz der Daten.

  • Machen Sie ihr privates Profil nur Ihren bestätigten Kontakten zugänglich. So besteht nicht die Gefahr das Arbeitgeber, Kollegen, Nachbarn etc. mitlesen. Bedenken Sie auch, dass es schon viele Fälle von Cyberkriminalität gibt, wo gezielt in Netzwerken Informationen z.B. über geplanten Urlaub, gesucht wird.

  • Denken Sie auch daran, dass selbst in geschlossenen Netzwerken (die ihre Mitglieder nicht über Suchmaschinen anzeigen) jedermann sich als Mitglied registrieren kann und so sich auch Ihren Account ansehen kann. Das wird z.B. gern von Personalverantwortlichen gemacht, um Informationen über Kandidaten zu erfahren.

  • In Ihrem beruflichen Netzwerk Profil sollten Sie darauf achten, dass wichtige Informationen für mögliche Kontaktpartner sichtbar sind. Private Daten wie z.B. Adresse, Telefon, Geburtsdatum etc. sollten Sie möglichst nicht öffentlich sichtbar machen.

  • Stellen Sie keine oder nur wenige private Bilder/Videos von sich ins Netz. Seien Sie sehr kritisch, denn jedes Bild kann auch kopiert, auf andere Festplatten geladen oder für andere Zwecke missbraucht werden. Party- / Urlaubs- / freizügige Fotos sollten generell tabu sein.

  • Für Profile in Business Netzwerken sowie Avatare in Foren eignet sich ein seriöses Foto. Hier reicht es ein Motiv einzusetzen, das erhöht die Widererkennung.

Sicher surfen im Schnelldurchlauf
  1. Regelmäßig nach eigenem Namen suchen
  2. Generelle Datensparsamkeit
  3. Datenschutzbestimmungen und AGB von Netzwerken und Communities prüfen
  4. Nichts bzw. so wenig wie möglich Privates veröffentlichen
  5. Pseudonyme verwenden wo der richtige Name nichts zur Sache tut
  6. Private Inhalte anonymisieren bzw. nur für Freundeskreis freigeben
  7. Berufliche Inhalte sichtbar machen zur Stärkung der Online-Reputation