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Mittwoch, 19. August 2009

Google muß anonymen Blogger "enttarnen"!

Diese Woche ist in den USA ein interessantes Urteil gefällt worden. Ein anonymer Blogger hatte auf seinem Blog, betrieben von Googles Service Blogger.com, Fotos in Verbindung mit diffamierenden Äußerungen über ein kanadisches Model Liskula Cohen veröffentlicht. Jetzt erreichte Cohen vor Gericht, daß Google die Identität des anonymen Bloggers bekanntgeben muß. Im nächsten Schritt ist, lt. Cohen Anwälten geplant, den Blogger rechtlich für die Beleidigung zu belangen. Das ruft zur Zeit eine Welle der Empörung unter Amerikas Bloggern hervor, die die Meinungsfreiheit gefährdet sehen. Google, vertreten durch Andrew Pederson, kommentierte die Entscheidung mit den Worten, Sie verstehen die Opfer von Cyberbulling aber sie respektieren auch die "privacy concerns" ihrer user und werden nur bei gerichtlichen Vorladungen oder Verfahren Informationen preisgeben. Gerade Google, wo keiner so genau weiß welche Daten von den usern, zu welchem Zweck gesammelt werden, schützt hier die Anonymität von Kunden und ermöglicht so das Netz und seine Tools, wie in diesem Fall, zu mißbrauchen. Die in Deutschland vorgeschriebene Impressumspflicht ist meiner Ansicht nach sinnvoll, da so die Anonymität von Webseitenbetreibern verhindert wird. Leider gibt es im Netz aber keine Grenzen und so stehen auch weiterhin viele Optionen für Mißbrauch zur Auswahl. Da gibt es noch viel für den Datenschutz zu tun. Was meinen Sie?

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